"DAS MUSIKALISCHE ERBE"
INTERNATIONALES BRAHMSFEST MÜRZZUSCHLAG
16th - 20th of September 2009

Mittwoch, 16. September, 18:00 Kunsthaus Mürzzuschlag, Regiebeitrag 12,-/6,-
Eröffnungsvortrag von Prof. Dr.Dr. h.c. mult. Constantin Floros/Hamburg
Webern Winds
Joseph Haydn: Feldparthie F - Dur, Hob. II: 44
Unbekannter Komponist/fälschlich Joseph Haydn zugeschrieben: Feldparthie B - Dur, Hob. II: 46

anschließend
19:15 Uhr Eröffnungsempfang des Bürgermeisters der Stadtgemeinde Mürzzuschlag
im Kunsthaus clix  

Mittwoch, 16. September, 20:00 Kunsthaus Mürzzuschlag, Preise I
ERÖFFNUNGSKONZERT
Duo Hans-Peter und Volker Stenzl
Johann Sebastian Bach: Konzert C-Dur für zwei Klaviere
Gustav Nottebohm: Variationen über ein Thema von Bach op.17
Wolfgang A. Mozart: Sonate D-Dur für zwei Klaviere KV448
Johannes Brahms: Variationen über ein Thema von Joseph Haydn,
Fassung für zwei Klaviere op. 56b

Durch den Haydn-Forscher Carl Ferdinand Pohl wurde Brahms auf die Bläser-Partiten Haydns aufmerksam. Das Thema des langsamen Satzes einer dieser sogenannten „Feldparthien“ -den „Chorale Sancti Antonii“- notierte er sich und schrieb darüber seine unsterblichen Variationen, die sowohl in der Erstfassung für zwei Klaviere wie auch in der Orchesterfassung vorliegen. Wie sich später herausstellte, stammt diese Bläsermusik nicht von Haydn, sondern möglicherweise von dessen Schüler Ignaz Pleyel.

Donnerstag, 17. September 10:00 Brahms-Museum, Regiebeitrag 6,-/3,-
KONZERTEINFÜHRUNG

Donnerstag, 17. September 11:00 Kunsthaus Mürzzschlag, Preise II
MATINÉE I
Jozef de Beenhouwer, Klavier
Günter Haumer, Bariton

Johannes Brahms:
Sarabande h-moll (1855)
Gigue h-moll (1855)
Variationen über ein Thema von Robert Schumann, op. 9 (1854)
Gavotte A-Dur aus der Oper “Iphigénie en Aulide” von Christoph W. Gluck
(Bearbeitung von Johannes Brahms, veröffentlicht 1871)
Intermezzo A-Dur op. 118 Nr. 2 (1892)
Intermezzo es-moll op. 118 Nr. 6 (1892)
Vier ernste Gesänge, op. 121 (1896)

Donnerstag, 17. September, 15:00 Brahms-Museum, Regiebeitrag 8,-/4,-
DAS ORGELWERK VON JOHANNES BRAHMS
Vortrag von Prof. Martin Schmeding
Leider musste Herr Prof. Radulescu kurzfristig aus Krankheitsgründen absagen!

Donnerstag, 17. September, 19:00 Abfahrt Brahms-Museum nach Krieglach,
Regiebeitrag Hin- und Rückfahrt 6,- 

Donnerstag, 17.September, 19:30 Pfarrkirche Krieglach, Preise I
ORGELKONZERT
Martin Schmeding
Leider musste Herr Prof. Radulescu kurzfristig aus Krankheitsgründen absagen!

Johannes Brahms: Das Gesamtwerk für Orgel
Präludium und Fuge a-moll WoO9
Choralvorspiel und Fuge über „O Traurigkeit, o Herzeleid“ WoO7
Fuge as-moll WoO8
Präludium und Fuge g-moll WoO 10
Elf Choralvorspiele op.posth. 122

“Ars moriendi, wie sie seit Bach nicht wieder geschrieben wurde” schreibt Brahms im Zusammenhang mit der Komposition der Choralvorspiele an seinen Biographen Kalbeck. Am Ende seines Lebens, tief getroffen vom Tod Clara Schumanns und schon gezeichnet von der eigenen schweren Krankheit, wendet er sich hier nach vielen Jahren wieder der Orgel zu, ein großes letztes Zeugnis der Auseinandersetzung mit religiösen Themen und eine Hommage an seinen musikalischen Leitstern Johann Sebastian Bach.

Freitag, 18. September, 11:00 Kunsthaus Mürzzuschlag, Preise II
MATINÉE II
Bühne frei für junge Künstler
Kooperation mit 4. Internationalen Joseph Haydn Kammermusikwettbewerb des Instituts für Kammermusik der Musikuniversität Wien

Freitag, 18. September, 16:00 Brahms-Museum, Regiebeitrag 8,-/4,-
JOHANNES BRAHMS UND DIE GESELLSCHAFT DER MUSIKFREUNDE
Der Komponist zwischen alter und neuer Musik"
Vortrag Prof. Dr. Otto Biba

Freitag, 18. September, 19:30 Kunsthaus Mürzzuschlag, Preise I
KAMMERMUSIKABEND
Bennewitz Quartett Prag:
Jirí Nemecek, Violine
Stepán Jezek, Violine
Jirí Pinkas, Viola
Stepán Dolezal, Violoncello

Esther Haffner, Viola
Alexander Gebert, Violoncello


Joseph Haydn: Sonnenquartette op. 20 Nr. 2 in C-Dur, Nr. 3 in g-moll
Johannes Brahms: Sextett op. 18

Mit den sechs Quartetten op. 20 - der Beiname „Sonnenquartette“ bezieht sich auf die Titelvignette einer späteren Druckausgabe- beschließt Haydn 1772 eine Gruppe von insgesamt 18 Quartetten, den ersten, die er nach den fünfsätzigen Divertimenti in der viersätzigen Form geschrieben hat. Das Autograph von Haydn zählte ab 1885 zu den Prunkstücken der Autographensammlung von Johannes Brahms.

Samstag, 19. September, 9:00 Abfahrt Brahms-Museum,
Regiebeitrag für Hin- und Rückfahrt inkl. Mittagsimbiss 25,-

KUNSTFAHRT
nach Neuberg a.d. Mürz - Reichenau a.d. Rax - Gloggnitz - Burg Feistritz am Wechsel
Nur nach vorhergehender Anmeldung im Brahms-Museum!

Das frühgotische Münster in Neuberg an der Mürz, die herrschaftlichen Villen der Sommerfrische in Reichenau und schließlich Schloss Gloggnitz, ein ehemaliges Benediktinerkloster, sind die Stationen einer kleinen Kulturreise rund um den Zauberberg „Semmering“.

Samstag, 19. September, 14:00 Burg Feistritz am Wechsel,
Regiebeitrag inkl. Kaffeejause 14,-

Führung und Kaffeejause
Nur nach vorhergehender Anmeldung im Brahms-Museum!

Samstag, 19. September, 15:00 Burg Feistritz am Wechsel, Rittersaal, Preise I
Regiebeitrag inkl. Kaffeejause 14,-

DIE SCHÖNE MAGELONE
Wolfgang Holzmair, Bariton
Paul Gulda, Klavier
Sabine Muhar, Lesung

Johannes Brahms: „Die schöne Magelone“
Romanzen aus Ludwig Tieck’s „Magelone“ op.33
In der reichhaltigen Privatbibliothek, die der bibliophile Meister Brahms seit seiner Jugend mit großer Fachkenntnis und Sammelleidenschaft zusammengetragen hatte, befand sich auch die Sammlung von Märchen, Dramen und Novellen „Phantasus“ von Ludwig Tieck. Tieck, 1773 in Berlin geboren, war der erste und einflussreichste Dichter der deutschen Frühromantik und ein Mitbegründer des Dichterkreises, der in der Literaturgeschichte als „Jenaer Romantik“ bezeichnet wird. Hier fand Brahms den Text, der ihn zur Komposition seiner Romanzen op. 33 inspirierte. Sie entstanden in dem Zeitraum 1861-1869 und sind dem Sänger Julius Stockhausen gewidmet. Die Bezeichnung „Romanzen“ stammt von Brahms und deutet auf den ariosen Duktus der Lieder hin.

Samstag, 19. September, 19:30 Kunsthaus Mürzzuschlag, Preise I
KAMMERKONZERT
Benjamin Schmid, Violine
Ariane Haering, Klavier
C.P.E Bach: Sonate h- moll für Violine und Klavier
J.S.Bach: Sonate für Violine solo C-dur, BWV 1005
Johannes Brahms: Sonate d moll, op. 108

„Es war ein Musizieren, dass einem das Herz aufging, voller Natürlichkeit und geistvoller Akzente.“ So urteilt die Musikkritik nach Auftritten dieses exquisiten Duos. Wir freuen uns auf Benjamin Schmid und Ariane Haering, die in ihrem Programm auch eine der selten gespielten Violinsonaten von Carl Philipp Emanuel Bach zu Gehör bringen werden, deren Erstausgabe Brahms betreute.

Sonntag, 20. September, 8:45 Stadtpfarrkirche Mürzzuschlag
HOCHAMT
Vokal- und Instrumentalensemble der Pfarre Mürzzuschlag
Leitung: Bernhard Hirzberger
Joseph Haydn: Missa brevis in F für zwei Solo-Soprane, gem. Chor und Streicher

Sonntag, 20. September, 10:30 Brahms-Museum, Regiebeitrag 6,-/3,-
KONZERTEINFÜHRUNG

Sonntag, 20. September, 11:00 Kunsthaus Mürzzuschlag, Preise I
CANTATE!
Il Concerto da Vienna
Leitung: Rudolf Leopold
Gordon Murray, Orgel und Cembalo
Helena Dearing, Sopran
Elisabeth von Magnus, Alt
Daniel Johannsen, Tenor
Günter Haumer, Baß
Kantaten von Johann Sebastian Bach:
„Ich armer Mensch, ich Sündenknecht“ Kantate Nr. 55
„Vergnügte Ruh’, beliebte Seelenlust“ Kantate Nr. 170
„Liebster Gott, wann wird ich sterben“ Kantate Nr. 8
aus den „Pièces de Clavecin“ von Francois Couperin

Brahms war seit frühester Jugend außerordentlich an Musikgeschichte interessiert- wie schon seine Besuche in der Stadtbibliothek von Hamburg belegen, studierte er die Werke der niederländischen Vokalpolyphonie und des Barocks, fertigte penibel Abschriften an und nützte auch später in Wien seine Funktion als Konzertdirektor der Gesellschaft der Musikfreunde, um dem Wiener Publikum die Meisterwerke vergangener Epochen näherzubringen. Aus diesem Grund zählten auch viele namhafte Musikforscher der Zeit zu seinem Freundeskreis: Carl Ferdinand Pohl, Philipp Spitta, Gustav Nottebohm, um nur einige zu nennen. Die Kantate Nr. 8 von Johann Sebastian Bach brachte er dreimal zur Aufführung, 1862 in Großen Redoutensaal und 1873 zweimal im Goldenen Saal des neugebauten und 1870 eröffneten Musikvereins.

Sonntag, 20. September, 14:00 Kunsthaus Mürzzuschlag clix, Regiebeitrag 8,-
DIE KINDERZAUBERFLÖTE
präsentiert von Gernot Kranner und Walter Lochmann
Der Schauspieler, Sänger und Entertainer Gernot Kranner begleitet sein junges Publikum nicht nur mit viel Humor und einigen Überraschungen durch eine Stunde der schönsten mozartschen Musik; in dieser One-Man-Opera verkörpert er auch alle Rollen, von Tamino, Papageno und Pamina bis hin zur Königin der Nacht!

Sonntag, 20. September 18:00 Kunsthaus Mürzzuschlag, Preise I
ALTENBERG TRIO WIEN
Amiram Ganz, Violine
Alexander Gebert, Violoncello,
Claus-Christian Schuster, Klavier
Richard Yongjae O´Neill, Viola
Stefan Fleming, Lesung
Felix Mendelssohn-Bartholdy: Trio c-moll op. 66
Johannes Brahms: Klavierquartett c-moll op. 60

Das Altenberg Trio Wien würdigt im Schlusskonzert des Festivals den zweiten, aber nicht weniger gewichtigen musikalischen Jahresregenten- Felix Mendelssohn-Bartholdy, dessen Geburtstag sich 2009 zum 200. Male jährt. Zum Klavierquartett op. 60 von Johannes Brahms tritt mit dem jungen Bratschisten Richard Yongjae O’Neill ein kongenialer Partner hinzu: mit seinen 29 Jahren zählt der an der Juillard School ausgebildete, koreanisch-amerikanische Musiker zu den herausragenden Talenten seiner Generation.

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